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Kompostierung

Kompost

Aerobe Kompostierung
Die Kompostierung ist das älteste Recyclingverfahren der Welt für organische Abfälle und wurde schon im Altertum von den Römern genutzt. Bei der aeroben Kompostierung bauen Bodenorganismen unter Zufuhr von Sauerstoff Biomüll ab. Dabei entstehen hauptsächlich Kohlendioxid, Wasser, Wärme und ein humusähnliches Zersetzungsprodukt, das als Dünger zum Einsatz kommt. Die Zersetzung bewerkstelligen Bodenmikroorganismen (z. B. Pilze, Bakterien) und Bodentiere (z. B. Regenwurm).

 

 

Kompostierungsphasen

Phasen der Kompostierung
Phase 1: Intensiv- oder Vorrotte: Aufspaltung und Mineralisierung leicht abbaubarer organischer Stoffe (z. B. Zucker, Stärke, Hemizellulosen). Intensive Bakterientätigkeit mit hoher Stoffwechselrate. Mesophile Bakterien bauen die organischen Stoffe ab. Die Temperatur in der Rotte steigt an, thermophile Bakterien übernehmen die Arbeit. Temperatur bis über 65°C.
Phase 2: Hauptrotte: Abbau komplexer organischer Stoffe (z. B. Lignin, Zellulose). Actinomyceten, Schimmel-und Hefepilze mit geringerer Stoffwechseltätigkeit. Temperatur 50 bis 25°C.
Phase 3: Nachrotte : Produktion von Huminsäuren und Ton-Humuskomplexen. Mesophile Bakterien, Actinomyceten, Wirbellose. Temperatur sinkt bis unter 20°C.

 

Belüften

Warum Sauerstoff messen?
Das Sauerstoffmesssystem MF420-O-M misst zuverlässig die Sauerstoffkonzentration im Kompost und regelt die Belüftung des Rottematerials während der Intensivrotte mit Hilfe eines vom Anwender nachgeschalteten Steuerungs-und Belüftungssystems. Dies ist wichtig, denn ist nicht genügend Sauerstoff zum aeroben Abbau des Rottematerials vorhanden, schaltetdie Bakterienpopulation auf ein anaerobes Abbauprogramm um.

Deshalb Sauerstoffmessung, weil:

  • Dadurch ist ausreichend Sauerstoff für die vollständige und schnelle aerobe Umsetzung vorhanden;
  • der Energieverbrauch für die Lüfter ist möglichst gering und
  • der Wasserverlust im Rottegut minimal.
  • Das zeit-und kostenaufwendige Umsetzen des Rottematerials entfällt,
  • es entstehen deutlich weniger störende Gerüche.

 

Tomaten

Warum Temperatur messen?
Das Temperaturmesssystem MF420-5T-100 misst zuverlässig das Temperaturprofil des Komposts.

  • Das Temperaturprofil gibt Aufschluss darüber, ob: (1) die optimale Umgebungstemperatur für die Mikroorganismen während der Intensivrotte erreicht ist und (2) eine Hygienisierung des Komposts wahrscheinlich ist.
  • So gibt die Bioabfallverordnung (BioAbfV, BGBI. I Nr. 65, 28.09.1998, S. 2955) für die indirekte Prozessprüfung der Hygienisierung eine möglichst kontinuierliche Temperaturmessung mit automatischer Aufzeichnung vor.
  • Außerdem gibt die BioAbfV vor, dass das Rottematerial mindestens über zwei Wochen 55°C oder über eine Woche 65 °C warm sein sollte.

 

MF420-O-M-LC
MF420-O-M-LC

zum Produkt
Der Sauerstoffmessfühler MF420-O-M-LC (Einstichsonde) misst zuverlässig die Sauerstoffkonzentration im Kompost und regelt die Belüftung des Rottematerials während der Intensivrotte mit Hilfe eines vom Anwender nachgeschalteten Steuerungs- und Belüftungssystems.
Anwendung: Kompostierung
Messbereich: 0 - 25 Vol.-% O2

 

MF420-5T-100-LC
MF420-5T-100-LC

zum Produkt
Der Temperaturmessfühler MF420-5T-100-LC (Einstichsonde) ermittelt mit Hilfe von fünf Messpunkten das Temperaturprofil des Komposts.
Anwendung: Kompostierung
Messbereich: 0°C bis +100°C